Forschung - Lehre - Kompetenzen Institutsprofil

Klassische Archäologie am Institut

Die Heidelberger Klassische Archäologie vertritt das Fach in seiner gesamten Bandbreite. Im Zentrum stehen die sog. klassischen Kulturen Griechenlands und Roms. Durch einen besonderen Schwerpunkt in der ägäischen Bronzezeit sowie durch die Präsenz der Byzantinischen Archäologie im selben Institut stehen diese jedoch in einem zeitlich und methodisch erheblich erweiterten Rahmen. Die ungewöhnliche Dichte an weiteren Altertumswissenschaften an unserer Universität (Klassische Philologie, Alte Geschichte, Ur- und Frühgeschichte, Ägyptologie, Papyrologie, Vorderasiatische Archäologie, Assyriologie) prädestiniert diesen Standort darüber hinaus zum interdisziplinären Austausch.

In guter Heidelberger Tradition geschieht die Beschäftigung mit der materiellen Hinterlassenschaft der griechisch-römischen Antike mit dezidiert kulturtheoretischer Ausrichtung: Welchen Beitrag kann die nahsichtige Analyse dieser historisch situierten Fallbeispiele menschlicher Gesellschaft für das Verständnis von Kultur überhaupt und ihren vielfältigen Erscheinungsformen leisten? Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf den Bildwissenschaften.

Die besondere Theorieaffinität der Heidelberger Klassischen Archäologie verbindet sich in produktiver Spannung mit quellennahem Arbeiten. Als Wissenschaft des Fragmentarischen erfordert die Klassische Archäologie eine besondere Nahsichtigkeit, Methodensicherheit und Kreativität der Analyse von Siedlungsbefunden und (Kunst-) Artefakten, und fördert damit die Fähigkeit, aus Materiellem und Visuellen Wissen zu generieren. Diese Schlüsselkompetenz der Archäologie im Konzert zumeist textbasierter Wissenschaften wird gezielt gefördert. Schließlich legt die Heidelberger Klassische Archäologie einen Schwerpunkt auf die Praxis: Feldarchäologie, Museumsarbeit, digitale Archäologie.