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Laufendes Projekt (2021-) Provenienzforschung zu den Beständen der Antikensammlung

Fragmente aus der Heidelberger Antikensammlung „Objekt & Provenienz“

Das Blogprojekt „Objekt und Provenienz“ macht seit 2021 Sammlungsgeschichte und Objektbiografien transparent und öffentlich: Sukzessive werden dort historische Dokumente aus dem sog. Alten Inventar der Antikensammlung mit Transkriptionen online gestellt, die Informationen über Erwerb oder Schenkung von Objekten liefern. Dank hochauflösender Scans der UB Heidelberg wurden in einem zweiten Schritt diese Dokumente digital annotiert, d.h. Hinweise auf identifizierte Objekte und Fotos der Objekte sind direkt verlinkt und ermöglichen so eine einfache Nutzung. Längerfristig sollen auch weitere historische Dokumente zur Sammlung in dem Blog verfügbar gemacht werden.

Das Projekt verbindet Provenienzforschung zur Heidelberger Antikensammlung mit einem Citizen Science-Ansatz, durch den Interessierte sich an der Transkription historischer Quellen zur Sammlungsgeschichte beteiligen können. Es versteht sich damit unter den archäologischen Universitätssammlungen in Deutschland als Pilotprojekt und möchte mit gutem Beispiel vorangehen, um zu helfen, nicht nur ein Bewusstsein für Provenienzfragen, sondern auch für die dazu notwendigen, oft langwierigen Forschungen zu schaffen. Dafür fanden 2025 und 2026 gemeinsam mit der UB Heidelberg zwei Workshops für Kolleg:innen anderer universitärer Sammlungen und Museen statt, in denen das „Heidelberger Modell“ der digitalen Erschließung von Sammlungsquellen mit wenigen Mitteln vorgestellt wurde. Die Ergebnisse des Projekts von Dr. Polly Lohmann fließen in eine Buchpublikation zu den Netzwerken und Akteuren des Antikenhandels im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert rund um Friedrich von Duhn und die Heidelberger Antikensammlung ein.

zum Blog „Objekt & Provenienz“