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abgeschlossenes Projekt Pop-up-Ausstellung „Archäologie und Politik“ (2020/2021)

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Verquickung von Politik und archäologischer Wissenschaft. Thema sind die Kopien (Gipsabgüsse) des sog. Tropaeum Traiani, eines römischen Siegesmonuments Kaiser Trajans, die 1918 für die Antikensammlung der Universität Heidelberg in Auftrag gegeben wurden. Für die Herstellung machten sich Heidelberger Archäologen die deutsche Besatzung der rumänischen Dobrudscha zunutze.
Das ambitionierte Unterfangen wurde von prominenten Industriellen der Region gefördert. In Heidelberg angekommen, wurden die Abgüsse jedoch zum Teil politisch kontrovers diskutiert, während das originale Tropaeum Traiani in Adamklissi ganz anders konnotiert wurde.
Die Pop-up-Ausstellung erzählt die beiden Geschichten des Originalmonuments und seiner Kopien in jeweils unterschiedlichen politischen Kontexten. Sie wurde gemeinsam mit Studierenden der Universität Heidelberg konzipiert und wanderte den Weg der Gipsabgüsse zurück: von Heidelberg aus über Wien, Cluj, Sibiu und Bukarest bis nach Constanta am Schwarzen Meer. Auf dieser Ausstellungstour war sie jeweils einen Tag an einem Ort zu sehen, begleitet von dem gesamten Ausstellungsteam. Das Projekt unter Leitung von Dr. Polly Lohmann wurde gefördert vom Field of Focus 3 der Universität Heidelberg und fand in Kooperation mit rumänischen Partnerinstitutionen statt.

Die Pop-up-Ausstellung ist komplett dreisprachig gestaltet (Deutsch - Rumänisch - Englisch) und ist als mobiles Format grundsätzlich weiterhin einsatzbereit. Die Gipsabgüsse sind im Gebäude der Heuscheuer in Heidelberg dauerhaft ausgestellt und können dort besichtigt werden.

Zur Heuscheuer